Unfallversicherung: Versteifung eines Gelenkes


Bleibt ein Handgelenk nach einem Unfall steif, gilt nach den Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB 61) der Invaliditätsgrad für den Verlust der gesamten Hand. Nach § 8 II Abs. 3 AUB 61 zieht die vollständige Gebrauchsunfähigkeit eines Körperteils den für den vollständigen Verlust des Körperteils geltenden Invaliditätsgrad nach sich.

Das Landgericht Paderborn hat entschieden: Die Ansicht des Versicherers, wonach ein Gelenk kein Körperteil sei, ist falsch. Mit einem Körperteil sei alles gemeint, was § 8 II Abs. 2 AUB 61 in der Gliedertaxe aufliste. Bei einer im Handgelenk versteiften Hand gelte nach den Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB 61) der für den Verlust maßgebliche Invaliditätsgrad der gesamten Hand.                  

(LG Paderborn, Urteil vom 26.09.2012, AZ: 3 O 202/12)

 Christian Koch, Fachanwalt für Medizinrecht

zurück