Fibromyalgie nach Unfall: 18.000 Euro

Das Landgericht Dortmund hat bei meiner Mandantin nach einem Verkehrsunfall vom 07.04.2004 ein Schmerzensgeld von insgesamt 18.000 Euro für angemessen gehalten. Es sei durch Sachverständigengutachten bewiesen, dass sich aufgrund des Unfalles eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt habe, die sich in Form von Ängsten und Depressionen, aber auch auf der vegetativen Ebene mit Schlafstörungen und Bauchbeschwerden ausgebildet habe.

Aus psychiatrischer Sicht habe die Mandantin unfallbedingt eine Schmerzsymptomatik entwickelt. Diese Schmerzen seien zu einem Fibromyalgie-Syndrom ausgewachsen. Hierdurch sei die am 07.08.1966 geborene Mutter eines Kindes sowohl körperlich als auch psychisch erheblich im Alltag beeinträchtigt. Nach OLG Hamm r + s 1999, 64, sei bei voller Haftung ein Schmerzensgeld von rund 18.000 Euro angemessen. Unter Berücksichtigung des erheblichen Mithaftungsanteils der Mandantin am Verkehrsunfall von 2/3 hat die Kammer ein Schmerzensgeld in Höhe von 6.000 Euro ausgeurteilt.

(Landgericht Dortmund, Urteil vom 06.11.2013, AZ: 21 O 313/08)

Christian Koch, Fachanwalt für Verkehrsrecht

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