Falsches Beschleifen der Zähne: 4.500 Euro

Mit gerichtlichem Vergleich vom 16.04.2013 hat sich ein Zahnarzt verpflichtet, an meinen Mandanten eine Gesamtabfindung von 4.500 Euro und die außergerichtlichen Anwaltskosten in Höhe einer 2,0 Geschäfts-Gebühr zur Abgeltung sämtlicher Ansprüche aus der zahnprothetischen Behandlung zu zahlen.

Der gerichtliche Sachverständige hatte festgestellt, dass der Zahnarzt im Unterkiefer die Zähne des Mandanten zu stark abgeschliffen hatte (Übertherapie). Zur Beseitigung der dadurch hervorgerufenen Non-Okklusion im Seitenzahnbereich rechts und links war eine umfangreiche Nachbehandlung bei einem anderen Zahnarzt erforderlich geworden.

Die Kammer sah ein Schmerzensgeld in Höhe von 2.000 Euro und für die Folgekosten der weiteren zahnärztlichen Behandlung einen Betrag in Höhe von 2.500 Euro als angemessen an, um im Interesse beider Parteien das Verfahren frühzeitig zu beenden und weitere Sachverständigenkosten zu sparen.

(LG Dortmund, Beschluss vom 16.04.2013, AZ: 4 O 68/12)

RA Christian Koch, Fachanwalt für Medizinrecht

 

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